Ängste lähmen dich, reich zu werden

Der Haupt­un­ter­schied zwi­schen Armen und Rei­chen liegt in der Her­an­ge­hens­wei­se an deren Ängs­te und Risi­ken. Beschäf­ti­ge dich ein­mal mit dir selbst und ana­ly­sie­re daher ein­mal die fol­gen­den Din­ge: dei­ne Angst, dei­nen Zynis­mus, dei­ne Faul­heit, dei­ne schlech­ten Gewohn­hei­ten und dei­ne Arro­ganz. Ver­su­che daher z.B., dei­ne Angst zu über­win­den, Geld zu ver­lie­ren. Nicht die Angst selbst ist das Pro­blem, die­se ist ganz nor­mal und jeder hat sie. Erst der rich­ti­ge Umgang und dei­ne Her­an­ge­hens­wei­se machen hier den ent­schei­den­den Unter­schied. Unge­fil­ter­te Ängs­te läh­men dich nur.

Ängste lähmen dich bei deinen Investitionen

Wenn du auf Num­mer sicher gehen und spa­ren willst, dann musst du sehr früh damit anfan­gen. Nimm hier die bekann­ten Bei­spie­le aus dem Bereich des Zin­ses­zins­ef­fekts. Ich lie­be das hier wohl bekann­tes­te Bei­spiel des soge­nann­ten Josephs­pfen­nigs oder Jesus­pfen­nigs, wie er auch genannt wird. Die genaue und sehr inter­es­san­te Rech­nung kann in den unter­schied­lichs­ten Ver­sio­nen über­all nach­ge­le­sen wer­den. Bei­spiel­haft sei hier die Vari­an­te von Wiki­pe­dia wie­der­ge­ge­ben, die den Unter­schied von Zins und Zin­ses­zins sowie vor allem den Zin­ses­zins­ef­fekt sehr deut­lich macht.

Kurz: Hät­te Josef bei der Geburt sei­nes Soh­nes Jesus einen Euro­cent mit 5% Zin­sen für genau 2000 Jah­re ange­legt, so hät­te er ohne Zin­ses­zin­sen am 25.12.2000 ein Gut­ha­ben von ziem­lich genau 1,01 €. Das­sel­be Vor­ge­hen, dies­mal aber mit Zin­ses­zins­ef­fekt, ergibt dann schlap­pe
23.911.022.046.136.200.000.000.000.000.000.000.000.000 €.
Das ist tat­säch­lich eine Zahl mit 40 wei­te­ren Stel­len. Damit man sich das bes­ser vor­stel­len kann, ergibt das ent­spre­chend des (damals sehr nied­ri­gen) Gold­prei­ses aus dem Jah­re 2000 einen Gegen­wert von unge­fähr 1.265.187 Son­nen aus purem Gold; das ent­spricht unge­fähr 421 Mil­li­ar­den Erden aus Gold. Rech­ne mal nach!

Risiken, Verluste und Niederlagen stärken dich

Dein Schmerz, Geld zu ver­lie­ren darf nicht grö­ßer sein, als die Freu­de, reich zu sein. Du musst also ler­nen, mit Risi­ken, Ver­lus­ten und Nie­der­la­gen rich­tig umzu­ge­hen. Die­se machen dich nur stär­ker und klü­ger. Ver­su­che, jede Kata­stro­phe in eine Chan­ce zu ver­wan­deln, denn Nie­der­la­gen ver­nich­ten nur Ver­lie­rer, inspi­rie­ren aber Gewin­ner. Das ist ihr größ­tes Geheim­nis. Spie­le, um zu gewin­nen und nicht, um nicht zu ver­lie­ren. Das ist ein gro­ßer Unter­schied. Lass nicht zu, dass dich Ängs­te läh­men.

Statt in eine siche­re­re unat­trak­ti­ve Unter­neh­mung oder Aktie zu inves­tie­ren, macht es mehr Sinn, kal­ku­lier­te Risi­ken ein­zu­ge­hen. Vor­aus­set­zung hier­für ist aller­dings, dass du genau weiß, was du machst. Es ist also unab­ding­bar, sich inten­siv damit aus­ein­an­der­zu­set­zen und zu infor­mie­ren. Wenn du aber nur wenig Geld hast und reich wer­den willst, so musst du gezielt Risi­ken ein­ge­hen und darfst nicht aus­ge­wo­gen vor­ge­hen. Ansons­ten wür­dest du nichts errei­chen und nur auf der Stel­le tre­ten. Kon­zen­trie­re dich in die­sem Fall auf einen Deal und setz­te fokus­siert alles auf eine oder nur weni­ge Karte/n. Streue dann nicht das Weni­ge, was du hast, auf vie­le Kar­ten. Behal­te aber immer im Kopf, dass du sou­ve­rän mit Nie­der­la­gen umgehst.

Warum ein Praktikum deine Karriere pusht

Willst du im Leben rich­tig vor­an­kom­men, dann ler­ne, zu ver­kau­fen und wie du Mar­ke­ting betreibst. Nimm Jobs oder Prak­ti­ka an, bei denen du lernst, auch wenn du dafür wenig Geld bekommst. Im Berufs­le­ben musst du dich dann näm­lich spe­zia­li­sie­ren, um mehr Geld zu ver­die­nen, d.h. du lernst immer mehr über immer weni­ger. Dein Ziel soll­te es aber sein, von vie­len Din­gen ein wenig zu ver­ste­hen. Arbei­te daher z.B. in einem Prak­ti­kum, um zu ler­nen und nicht nur, um Geld zu ver­die­nen.

Probiere dich in verschiedenen Praktika aus

Arbei­te in allen mög­li­chen Bran­chen, auf dem Bau, als Bus­fah­rer genau­so wie im Ver­trieb, im Ein­kauf oder im Mar­ke­ting. Beschäf­ti­ge dich mit Net­work-Mar­ke­ting, auch Mul­ti-Level-Mar­ke­ting genannt, wenn du ler­nen willst, etwas zu ver­kau­fen. Sei bereit, zu arbei­ten, um etwas Neu­es zu erler­nen und sei offen für Ver­än­de­run­gen. Die Situa­ti­on hier ist ähn­lich der beim Fit­ness, du musst erst dei­nen inne­ren Schwei­ne­hund über­win­den, dann wird alles plötz­lich ganz ein­fach.

Ein gutes Stu­di­um (wenn über­haupt) ist z.B. das des Wirt­schafts­in­ge­nieurs. Der Grund hier ist, dass die Wirt­schafts­in­ge­nieu­re von vie­len Din­gen ein biss­chen ler­nen. Scherz­haft sagt man ihnen auch nach, dass sie von allem etwas kön­nen, aber nichts genau­es. Mei­ner Mei­nung ist das aller­dings der rich­ti­ge Weg, um erfolg­reich zu wer­den. Mit einem brei­ten Wis­sen kannst du dann dein eige­nes Busi­ness star­ten.

Ein Praktikum ist der Beginn vom Business

Ler­ne lie­ber mehr über Geschäfts­sys­te­me, anstatt ein bes­se­res Pro­dukt her­zu­stel­len. Direkt­mar­ke­ting ist in die­sem Zusam­men­hang ein inter­es­san­tes Modell. Heut­zu­ta­ge ist es auch klug, als Arbeit­neh­mer öfter das Unter­neh­men zu wech­seln, anstatt sich stär­ker zu spe­zia­li­sie­ren. Die wich­tigs­ten spe­zi­el­len Fähig­kei­ten hier­bei sind wie bereits oben beschrie­ben Vertrieb/Verkauf und Mar­ke­ting.

Die Fähig­keit, zu ver­kau­fen ist hier­bei die Grund­la­ge dei­nes per­sön­li­chen Erfol­ges. Hier­über ent­schei­den ins­be­son­de­re dei­ne kom­mu­ni­ka­ti­ven Fähig­kei­ten wie Schrei­ben, Spre­chen und Ver­han­deln. Trai­nie­re die­se stän­dig, um dein Wis­sen zu erwei­tern. Ler­ne wenig über viel und arbei­te an dei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit.

Spä­ter brauchst du dann viel­leicht auch Fähig­kei­ten im Bereich Füh­rung. Men­schen­füh­rung ist das schwie­rigs­te bei der Unter­neh­mens­lei­tung, ins­be­son­de­re in kom­pli­zier­ten Situa­tio­nen. Über­le­ge dir daher auch recht­zei­tig, wel­che Fähig­kei­ten du erler­nen willst, bevor du dich für einen bestimm­ten Beruf ent­schei­dest und im Hams­ter­rad lan­dest.

Wie Reiche Geld erfinden und agieren

Um im Leben vor­an­zu­kom­men, ist nicht unbe­dingt Klug­heit wich­tig, son­dern viel­mehr Selbst­ver­trau­en und Mut. Erst das finan­zi­el­le Genie erfor­dert bei­des und kann qua­si Geld erfin­den. Ent­wick­le daher dei­ne finan­zi­el­le Intel­li­genz und begrü­ße Ände­run­gen anstatt sie zu befürch­ten. Der heu­ti­ge Reich­tum liegt in Infor­ma­tio­nen, wel­che mit Licht­ge­schwin­dig­keit um die gan­ze Welt über­tra­gen wer­den kön­nen. Du darfst also nicht auf die rich­ti­ge Gele­gen­heit war­ten, son­dern musst die Chan­ce vor dei­ner Nase zu sehen ler­nen. Finan­zi­el­le Intel­li­genz ist, immer meh­re­re Mög­lich­kei­ten zu haben, sich sein eige­nes Glück selbst zu erschaf­fen.

Im Zeitalter der Information wächst das Geld exponentiell

Heut­zu­ta­ge ent­schlie­ßen sich die meis­ten Men­schen in Deutsch­land zum Spa­ren. In den letz­ten zwan­zig Jah­ren liegt unse­re Spar­quo­te bei ca. zehn Pro­zent. 2015 beträgt das als Bar­geld, Tages- oder Fest­geld gehal­te­ne Ver­mö­gen in Deutsch­land ca. zwei Bil­lio­nen Euro. Hier kom­men noch ins­ge­samt fast 3,2 Bil­lio­nen Euro an wei­te­rem Spar­ver­mö­gen in Form von Anlei­hen, Akti­en, Fonds oder Ver­si­che­run­gen hin­zu.

Das Pro­blem hier­bei ist aller­dings, dass Spa­ren dir den Blick für bes­se­re Inves­ti­tio­nen ver­sperrt. Eine schlech­te Wirt­schafts­la­ge z.B. ist die per­fek­te Markt­be­din­gung für einen Inves­tor. Wenn alle ihre Akti­en und Miet­woh­nun­gen ver­kau­fen wol­len, ist die Zeit ide­al für eine Inves­ti­ti­on. In sol­chen Zei­ten kön­nen Zwangs­ver­stei­ge­run­gen ein sehr loh­nen­des Geschäft sein. Es waren schon immer die Zei­ten des Umbruchs, die Mil­li­ar­dä­re her­vor­brach­ten.

Jeden Tag kommt eine neue Chance, Geld erfinden zu können

Inves­ti­tio­nen wer­den kom­men und gehen, Märk­te expan­die­ren und schrump­fen, die Wirt­schaft wächst und bricht wie­der zusam­men. Du musst die­se Gele­gen­hei­ten ein­fach wahr­neh­men und für dich nut­zen. Hier­für musst du dei­ne finan­zi­el­le Intel­li­genz stän­dig wei­ter­ent­wi­ckeln. Wenn dir eine Inves­ti­ti­on zu kom­plex erscheint und du sie nicht ver­stehst, dann las­se am bes­ten die Fin­ger davon. Das A und O ist dein Wis­sen um deren Gesetz­mä­ßig­kei­ten, denn ohne die­ses kannst du auch schnell Schiff­bruch erlei­den.

Es ist nicht ein­fach: Du musst Bilan­zen, Geset­ze und Anla­ge­stra­te­gi­en ver­ste­hen und ein gutes Gespür für den Markt haben, wenn du in die­sem Bereich erfolg­reich wer­den willst. Eine Mög­lich­keit für hoch­spe­ku­la­ti­ve Akti­en­ge­schäf­te ist z.B., Antei­le an Unter­neh­men vor ihrem Bör­sen­gang zu kau­fen. Wenn du weiß was du tust, dann ist es kein Glücks­spiel. Nut­ze hier­bei das staat­li­che Steu­er­sys­tem zu dei­nen Guns­ten, anstatt dich zu dei­nem Nach­teil benut­zen zu las­sen.

Steuern und die Macht der Unternehmen

Rei­che wer­den in Wirk­lich­keit kaum besteu­ert, viel­mehr zahlt die Mit­tel­schicht für die Armen. His­to­risch gese­hen waren Steu­ern als Stra­fe für die Rei­chen gedacht, womit sich die Mit­tel­schicht und die Armen ein­ver­stan­den erklär­ten. Doch bald muss­te die Steu­er auch von der Mit­tel­schicht gefor­dert wer­den und schließ­lich dann auch von den Armen.

Die Vorteile der Steuern entstehen erst in Gesellschaften

Nur die Kennt­nis von der Macht der Rechts­form über Unter­neh­men ver­schafft den Rei­chen einen gro­ßen Vor­teil gegen­über den ande­ren bei­den Schich­ten. Sie grün­den Unter­neh­men und begren­zen damit das Risi­ko von Unter­neh­mun­gen nur auf eine bestimm­te Inves­ti­ti­on. Im End­ef­fekt ist es ihnen so mög­lich, das Steu­er­sys­tem und die Armen zu über­lis­ten.

Das liegt u.a. dar­an, dass die Steu­er­last für Unter­neh­men nied­ri­ge­rer ist als die von pri­va­ten Per­so­nen. Dar­über hin­aus kön­nen Unter­neh­men bestimm­te Aus­ga­ben von der Steu­er abset­zen. Du musst dich also in Sachen Steu­ern aus­ken­nen, damit du dich gegen sie weh­ren kannst. Ler­ne die Geset­ze und Funk­ti­ons­wei­se des Sys­tems ken­ne und kämp­fe dage­gen an.

Es ist bil­li­ger, für die rich­ti­gen Steu­er­ex­per­ten zu bezah­len, als den Staat zu finan­zie­ren. Betracht jeden Euro dei­ner Ver­mö­gens­wer­te als einen Ange­stell­ten, der für dich arbei­tet, um noch mehr Euros „anzu­stel­len“, die noch mehr für dich arbei­ten. Hier­für sind Kennt­nis­se von Buch­hal­tung (Zah­len lesen), Inves­ti­tio­nen, ein Markt­ver­ständ­nis sowie das Wis­sen über die Geset­ze und gesell­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen not­wen­dig.

Arbeit­neh­mer und Unter­neh­mer wer­den auch signi­fi­kant anders besteu­ert. Ers­te­re müs­sen mit dem aus­kom­men, was vom Gehalt nach Steu­ern übrig­bleibt. Letz­te­re geben so viel wie mög­lich (in Inves­ti­tio­nen) aus und wer­den dann auf der Grund­la­ge des übrig geblie­be­nen besteu­ert. Das ist eines der größ­ten lega­len Steu­er­schlupf­lö­cher, wel­ches die Rei­chen nut­zen. Auch in juris­ti­schen Fra­ge­stel­lun­gen ste­hen rei­che Men­schen bes­ser als Arme dar: sie kon­trol­lie­ren alles, besit­zen meist aber nichts offi­zi­ell. Es emp­fiehlt sich daher ein Unter­neh­men zu haben, was die eige­nen Ver­mö­gens­wer­te „umhüllt“.

Kümmere dich um dein eigenes Business

Wer für ande­re arbei­tet, macht auch ande­re reich. Daher brauchst du dein eige­nes Busi­ness. Behal­te ruhig dei­nen fes­ten Arbeits­platz, fan­ge aber an, Immo­bi­li­en zu kau­fen. Hal­te dei­ne Aus­ga­ben nied­rig, min­de­re dei­ne Ver­bind­lich­kei­ten und bil­de eine Grund­la­ge soli­der Ver­mö­gens­wer­te.

Beschäf­ti­ge dich mit Ver­mö­gens­wer­ten, wel­che du magst und kau­fe die­se, denn erst dann küm­merst du dich wirk­lich dar­um. Grün­de aber nur dann ein Unter­neh­men, wenn du es wirk­lich willst. Ansons­ten küm­me­re dich nur um die Ver­mö­gens­wer­te. Gön­ne dir auch erst Luxus, wenn du ein wenig Cash­flow hast, über­stra­pa­zie­re dabei aber dei­ne Finan­zen nicht. Schaf­fe zuerst ein Ver­mö­gen und gön­ne dir dann etwas. Man beach­te hier bit­te die Chro­no­lo­gie!

Konsumgüter sind keine Vermögenswerte

Ver­mö­gens­wer­te sor­gen für einen per­ma­nen­ten Geld­strom in dei­nem Porte­mon­naie. In Ver­mö­gens­wer­te wird inves­tiert, damit pas­si­ves Ein­kom­men geschaf­fen wird. Ein Ver­mö­gens­wert ist also eine Geldquel­le. Im Umkehr­schluss sind dem­nach alle Sachen, die mehr Geld kos­ten, als sie ein­brin­gen, Ver­bind­lich­kei­ten (oft Kon­sum­gü­ter). Eine Ver­bind­lich­keit ist also eine Geldsen­ke.

Konsumgüter führen zu Konsumschulden

Bei­spie­le für Ver­mö­gens­wer­te sind Unter­neh­men und unter­neh­me­ri­sche Betei­li­gun­gen. Aber auch eine Web­site, die Geld durch Wer­bung oder Affi­lia­te-Links ver­dient. Geis­ti­ges Eigen­tum wie Bücher, Musik, Bil­der oder Paten­te gehö­ren eben­falls dazu. Bei­spie­le für Ver­bind­lich­kei­ten sind Schul­den, eine selbst genutz­te Immo­bi­lie, ein Auto, ein Urlaub, eine Ein­bau­kü­che oder ande­re Kon­sum­gü­ter.

Vie­le dei­ner finan­zi­el­len Pro­ble­me erge­ben sich, weil du ver­suchst, mit dem Strom der ande­ren mit­zu­schwim­men. Statt­des­sen soll­test du lie­ber ande­re und neue Wege gehen. Wir sol­len mehr unse­rer inne­ren Weis­heit statt unse­ren Ängs­ten ver­trau­en. Ver­las­se fest­ge­leg­te Pro­ze­du­ren und Regeln und las­se dei­ner Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf. Wenn es um Geld geht, füh­ren hohe Emo­tio­nen zu nied­ri­ge­rer finan­zi­el­ler Intel­li­genz. Dies ist z.B. bei einem selbst bewohn­ten Haus der Fall.

Die größ­ten finan­zi­el­len Ver­lus­te ent­ste­hen aus ver­pass­ten Gele­gen­hei­ten: Wenn das gesam­te Geld im Haus steckt, kann es nicht mehr in Ver­mö­gens­wer­te inves­tiert wer­den. Willst du also ein Haus kau­fen, so kau­fe bes­ser einen Ver­mö­gens­wert. Die­ser erzeugt dann den nöti­gen Cash­flow, um das Haus abzu­be­zah­len. Inves­tie­re also intel­li­gent und mini­ma­li­sie­re Ver­bind­lich­kei­ten.

Das Hamsterrad dreht sich immer weiter

Nor­ma­ler­wei­se hat ein Ange­stell­ter ein Gehalt als ein­zi­ge Ein­kom­mens­quel­le. Die­se zieht aller­dings mit stei­gen­dem Betrag auch noch höhe­re Steu­ern nach sich. Hier­durch ent­steht eine gefähr­li­che Abhän­gig­keit der eige­nen Exis­tenz von einem Arbeit­ge­ber. Zusätz­lich stei­gen mit höhe­rem Ein­kom­men meist auch noch die Aus­ga­ben für Kon­sum­gü­ter.

Der bes­se­re Lebens­stan­dard steigt aber meist über­pro­por­tio­nal und wird mit einem hohen Preis bezahlt. Wenn jetzt ein­mal ein finan­zi­el­ler Eng­pass kommt, ent­ste­hen oft Schul­den und so wei­ter. Der hier beschrie­be­ne Pro­zess wird land­läu­fig auch als Hams­ter­rad bezeich­net. Um nicht so zu enden wie die klei­nen, lieb­lich put­zi­gen Tier­chen im Käfig, musst du dir daher die Zeit neh­men, dich über Inves­ti­tio­nen zu infor­mie­ren und das Inves­tie­ren erler­nen.

Wozu ein solides finanzielles Grundwissen?

Es geht nicht dar­um, wie viel Geld du ver­dienst, son­dern wie viel du davon letzt­end­lich behältst. Finan­zi­el­le Frei­heit bedeu­tet, dich von der regel­mä­ßi­gen Arbeit zurück­zu­zie­hen und nur noch zu arbei­ten, wenn und wann du es wirk­lich willst. Das bedeu­tet aber nicht, dass du gar nichts mehr tun sollst, son­dern dass dein Ver­mö­gen groß genug ist, um von selbst zu wach­sen. Hier­für brauchst du aller­dings ein soli­des finan­zi­el­les Grund­wis­sen!

Finanzielles Grundwissen geht vor Geld

Kon­zen­trie­re dich nicht zu sehr auf Geld, son­dern auf dei­nen viel grö­ße­ren Reich­tum: dei­ne Bil­dung. Denn mit einer soli­den finan­zi­el­len Wis­sens­ba­sis wirst du durch alle stür­mi­schen Zei­ten hin­durch finan­zi­ell immer Ober­was­ser behal­ten. Hier­zu musst du v.a. fle­xi­bel, offen und dazu bereit sein, zu ler­nen. Intel­li­genz löst Pro­ble­me und schafft Geld, Geld ohne Intel­li­genz hin­ge­gen wird bald wie­der weg sein.

Den­ke an die gan­zen Lot­to-Gewin­ner, die bald wie­der arm und viel­leicht zusätz­lich noch ver­schul­det sind. Schnell und unver­hofft reich zu wer­den führt also frü­her oder spä­ter wie­der zur Aus­gangs­si­tua­ti­on oder ver­schlim­mert die­se noch. Dein Ziel muss also sein, dich in finan­zi­el­len Din­gen aus­zu­ken­nen, dir also ein tie­fes soli­des Fun­da­ment von Grund­wis­sen auf­bau­en. Buch­hal­tung z.B. ist wohl das lang­wei­ligs­te Fach der Welt, für dau­er­haf­ten Reich­tum aller­dings wohl auch das Wich­tigs­te.

Vermögenswerte versus Verbindlichkeiten

Erwach­se­nen steht ihr vor­han­de­nes (oft fal­sche) Finanz­wis­sen beim Ver­ständ­nis des Unter­schie­des von Ver­mö­gens­wer­ten und Ver­bind­lich­kei­ten im Weg, da sie alte Wis­sens­struk­tu­ren nicht so ein­fach able­gen kön­nen. Der Unter­schied ist fol­gen­der: Einen Ver­mö­gens­wert machen Zah­len aus. Die­se Zah­len musst du lesen und ver­ste­hen kön­nen, es geht hier näm­lich vor­ran­gig um das Ver­ständ­nis des Cash­flows.

Ken­ne den Unter­schied zwi­schen Ver­mö­gens­wer­ten und Ver­bind­lich­kei­ten und kau­fe dann Ver­mö­gens­wer­te!

Hier zwei kur­ze Bei­spie­le, die das oben genann­te ver­deut­li­chen: Ein pri­vat genutz­tes Auto z.B. ist — rate mal — KEIN Ver­mö­gens­wert. War­um ist das so? Es kos­tet Geld in der Anschaf­fung, im Unter­halt und im Betrieb und bringt gleich­zei­tig kei­nen Cash­flow, also nichts ein. Mit ande­ren Wor­ten, hier zahlst du nur drauf und kaufst dir letzt­end­lich nur einen Luxus­ge­gen­stand, der dir viel­leicht das Leben leich­ter macht. Damit kon­su­mierst du, anstatt zu inves­tie­ren.

Ein selbst­ge­nutz­tes Eigen­heim ist — rate mal — auch KEIN Ver­mö­gens­wert. Hier möch­te ich dich aller­dings ger­ne auf Gerald Hör­han ver­wei­sen, einen schrä­gen Öster­rei­cher, der sich Invest­ment-Punk nennt. Details zum “selbst­ge­nutz­ten Eigen­heim auf Pump in der Pam­pa” (das ist sein Lieb­lings­spruch) kannst du bei ihm nach­hö­ren. Ein fas­zi­nie­ren­der Mensch. Viel Spaß dabei.

 

Angst um Geld führt ins Hamsterrad

Rei­che Leu­te „weh­ren“ sich wirk­sam gegen die Steu­er­last und zah­len weni­ger steu­ern, obwohl sie mehr ver­die­nen. Angst um Geld und Gier führt aller­dings dazu, dass die Men­schen im Hams­ter­rad gefan­gen sind. Es gibt zwar einen Aus­weg aus die­ser Sack­gas­se, den fin­den aber nur die Wenigs­ten. Du musst also damit auf­hö­ren, immer nur auf dei­ne Gefüh­le zu reagie­ren und du darfst nicht zulas­sen, dass dei­ne Ängs­te und Emo­tio­nen dein Den­ken beherr­schen. Mit Geld kannst du kei­ne Freu­de kau­fen!

Da dei­ne Gefüh­le dein Den­ken bestim­men, soll­test du sie beob­ach­ten und dich mit ihnen aus­ein­an­der­set­zen. Ach­te dar­auf, dass dein Den­ken nicht zu oft von Angst ange­trie­ben wird. Ein Job ist eigent­lich nur eine kurz­fris­ti­ge Lösung für ein lang­fris­ti­ges Pro­blem: die Angst zu beru­hi­gen. Du musst also ler­nen, mit der Angst umzu­ge­hen eben­so wie die Macht des Gel­des zu beherr­schen.

Werde kein Sklave deiner Angst um Geld!

Las­se dich nicht von dei­nen Emo­tio­nen len­ken und sie dein Den­ken beherr­schen! Die Unwis­sen­heit über Geld bewirkt Angst und Gier. Aus der His­to­rie wis­sen wir, dass das gesam­te Sys­tem zusam­men­bricht, wenn die Kluft zwi­schen Arm und Reich zu groß wird. Die­ses Phä­no­men wie­der­holt sich stän­dig und in allen Kul­tu­ren. Ler­ne daher, dei­ne Gefüh­le zum Den­ken zu benut­zen und nicht mit dei­nen Emo­tio­nen zu den­ken. Hand­le aktiv, anstatt immer nur gedan­ken­los zu reagie­ren. Rei­che „machen“ Geld, sie arbei­ten nicht dafür. Geld ist im Grun­de genom­men eine Illu­si­on, wel­che nur auf­grund der Unwis­sen­heit der Mas­sen bestehen.

Versuche zu sehen, was andere übersehen

Wenn du immer nur nach Geld und Sicher­heit schaust, wirst du nie den rich­ti­gen Blick für Ide­en ent­wi­ckeln und dich nur von dei­nen Ängs­ten beherr­schen las­sen. Set­ze statt­des­sen dei­ne Phan­ta­sie ein, sei krea­tiv, ver­su­che ein­fach etwas. Feh­ler sind dazu da, um sie zu machen und aus ihnen zu ler­nen. Pro­bie­re ein­fach solan­ge unter­schied­li­che Sachen aus, bis etwas funk­tio­niert! Du wirst am Ende dei­nes Lebens nicht die Sachen bereu­en, die du evtl. „falsch“ gemacht hast, son­dern nur die, wel­che du nicht gemacht hast.

Idea­ler­wei­se hast du schon als Kind oder Her­an­wach­sen­der klei­ne Geschäfts­ide­en ent­wi­ckelt und ver­wirk­licht. Das soll­te es dir als Erwach­se­ner wesent­lich leich­ter machen. Lang­fris­tig soll­te es dein Ziel sein, dein eige­nes Unter­neh­men zu grün­den und dich nicht von einem Arbeit­ge­ber abhän­gig zu machen. So kannst du Geld ver­die­nen, wenn du kör­per­lich nicht anwe­send bist. Dies klingt zwar tri­vi­al, muss aber erst ein­mal ver­stan­den und ver­in­ner­licht wer­den.

Reiche Menschen arbeiten nicht für Geld

Die Armen und der Mit­tel­stand arbei­ten für Geld, rei­che Men­schen las­sen das Geld für sich arbei­ten. Sie müs­sen dabei immer wie­der viel Krea­ti­vi­tät und Ori­gi­na­li­tät an den Tag legen. Wich­tig ist nur, etwas zu unter­neh­men, auch wenn die Wege zunächst in die Irre füh­ren und sich nicht gleich aus­zah­len. Ler­ne aus dei­nen Unter­neh­mun­gen und lass dich nicht gleich ent­mu­ti­gen, wenn etwas nicht gleich klappt. Rei­che Men­schen taten näm­lich genau das glei­che, bevor sie reich wur­den.

Reiche Menschen sehen mehr als Geld

Du soll­test natür­lich auch Geld ver­die­nen wol­len und fähig sein, schnel­le Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Hier­für musst du auch Opfer brin­gen und Prio­ri­tä­ten set­zen. Arbei­te z.B. für wenig oder gar kein Geld (z.B. in einem Prak­ti­kum), wenn du dabei etwas Wert­vol­les ler­nen kannst. Gleich­zei­tig wird dabei auto­ma­tisch dein Blick dafür geschärft, womit du tat­säch­lich Geld ver­die­nen kannst, ohne dabei nur dei­ne Zeit gegen Geld ein­zu­tau­schen. Lang­fris­tig wirst du mit die­ser Stra­te­gie erfolg­reich wer­den.

Das Leben ist der beste Lehrmeister

Du musst dich auch dage­gen weh­ren, dass das Leben dich „her­um­schubst“. Nur dadurch kommst du vor­an und lernst etwas. Dies schaffst du aller­dings nur, wenn du nicht gleich auf­gibst. Du musst damit auf­hö­ren, ande­re (z.B. dei­nen Chef) für dei­ne Situa­ti­on ver­ant­wort­lich zu machen. Nur du selbst trägst die Ver­ant­wor­tung für dei­ne finan­zi­el­le Situa­ti­on und auch nur du selbst kannst etwas dar­an ändern. Hier­für musst du aller­dings auch Risi­ken ein­ge­hen und die Sache anpa­cken. Es bringt also nichts, sich nur über dei­ne Situa­ti­on zu beschwe­ren, wenn das Pro­blem eigent­lich bei dir liegt.

Du kannst nur dich selbst ändern

Angst soll­te idea­ler­wei­se nicht dein vor­dring­li­ches Gefühl zum The­ma Geld sein. Meis­tens hal­ten die Men­schen an einer schlecht bezahl­ten Arbeit fest, da sie Angst haben, ihr Rech­nun­gen nicht mehr bezah­len zu kön­nen. Die­se Men­schen sind Skla­ven des Gel­des. Sie sind der Mei­nung, dass mehr Geld ihre Pro­ble­me lösen wür­de. Die Wahr­heit ist aller­dings, dass die­se Men­schen sich nur durch eine lebens­lan­ge finan­zi­el­le Aus­bil­dung bes­ser­stel­len kön­nen. Tue ihnen daher gleich und ler­ne täg­lich dein Leben lang, dei­ne finan­zi­el­le Situa­ti­on zu ver­bes­sern.

Robert T. Kiyosaki — Rich Dad Poor Dad

Eng­li­scher Ori­gi­nal­ti­tel: “Rich Dad Poor Dad: What the Rich Teach Their Kids About Money — That the Poor and Midd­le Class Do Not!”, deut­scher Unter­ti­tel: “Was die Rei­chen ihren Kin­dern über Geld bei­brin­gen

Rich Dad Poor Dad” von Robert T. Kiyo­sa­ki wur­de bereits 1997 das ers­te Mal ver­öf­fent­licht, also schon vor ca. 20 Jah­ren. Das Buch dient im Grund­satz dem Leser dazu, sei­ne finan­zi­el­le Intel­li­genz zu stei­gern und finan­zi­ell unab­hän­gig zu wer­den. Kiyo­sa­ki hat­te in sei­ner Kind­heit auf Hawaii zwei Väter, einen armen und einen rei­chen. Basie­rend auf die­sem Hin­ter­grund erzählt er sei­ne Geschich­te.

Die Grund­aus­sa­ge von Kiyo­sa­ki ist: Geld ist vor allem Macht und du soll­test nicht für Geld arbei­ten, son­dern statt­des­sen das Geld für dich arbei­ten las­sen. Inves­tie­re also zuerst dei­ne Zeit in Bil­dung und Wis­sen und dann dein Geld. Umgib dich auch mit Mensch, die auf dem­sel­ben Weg sind wie du. Habe beim Ler­nen Spaß und über­nimm Ver­ant­wor­tung für dich und dein Leben!

Geld ist zwar Macht, die­se kann aber nur noch durch finan­zi­el­le Bil­dung über­trof­fen wer­den.

Die Kern­aus­sa­ge aus dem Buch lau­tet für mich per­sön­lich ins­ge­samt: Wenn du weißt, wie Geld arbei­tet, kannst du damit anfan­gen, Reich­tum zu schaf­fen.

Hintergrund zum Buch “Rich Dad Poor Dad”

Kiyo­sa­ki hat­te auf­grund sei­ner bei­den Väter zwei unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven auf Geld. Dies führ­te sei­nen Anga­ben zufol­ge dazu, dass er eine Mei­nung nicht ein­fach so hin­nahm, son­dern bei­de Mei­nun­gen immer gegen­ein­an­der abwog. So habe er sich zu jedem The­ma (ins­be­son­de­re zum Umgang mit Geld) sei­nen eige­nen Stand­punkt bil­den kön­nen.

Er kri­ti­siert zu Recht, dass in den Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten das The­ma Geld völ­lig außer Acht gelas­sen und den Schü­lern dadurch kei­ne Hil­fe im Leben gege­ben wer­de. Die­se Auf­ga­be müs­se also zwin­gen­der­ma­ßen von den Fami­li­en, also den Eltern, wahr­ge­nom­men wer­den, nicht immer zum Vor­teil. Ein Jeder müs­se sich z.B. die Fra­ge stel­len „wie kann ich mir das leis­ten“ anstatt die Fest­stel­lung zu machen „das kann ich mir nicht leis­ten“. Der Unter­schied hier­bei sei, dass du im ers­ten Fall dein Gehirn ver­wen­den und über­le­gen wür­dest, anstatt es abzu­schal­ten. Das fin­de ich per­sön­lich sehr gut, denn es ist im Grun­de genau­so wie das Trai­ning der Mus­keln im Fit­ness­stu­dio.

Wei­ter­hin müss­ten wir ler­nen, unser Anspruchs­den­ken abzu­le­gen und mit Risi­ken umzu­ge­hen. Genau­so wich­tig sei es auch, sich die rich­ti­gen Gedan­ken zu machen und auch danach zu han­deln: Den­ke, dass du reich seist! Ach­te also dar­auf, was du denkst und wie du dich aus­drückst, denn dei­ne Ein­stel­lun­gen und Hand­lun­gen sind sehr wich­tig. Vie­les fängt im Kopf an und endet dann in der Rea­li­tät. Hier­zu eines mei­ner Lieb­lings­zi­ta­te:

Ach­te auf Dei­ne Gedan­ken, denn sie wer­den Wor­te.
Ach­te auf Dei­ne Wor­te, denn sie wer­den Hand­lun­gen.
Ach­te auf Dei­ne Hand­lun­gen, denn sie wer­den Gewohn­hei­ten.
Ach­te auf Dei­ne Gewohn­hei­ten, denn sie wer­den Dein Cha­rak­ter.
Ach­te auf Dei­nen Cha­rak­ter, denn er wird Dein Schick­sal.

Quel­le: Tal­mud, »Leh­re«, Samm­lung der Geset­ze und reli­giö­sen Über­lie­fe­run­gen des Juden­tums nach der Baby­lo­ni­schen Gefan­gen­schaft

Hier­für sind gemäß Kiyo­sa­kis Aus­füh­run­gen auch immer wie­der neue Wege nötig. Man­che sind zwar unbe­quem, müss­ten aber gegan­gen wer­den.

Meine persönliche Kritik an Kiyosakis Werk

Es wer­den im Buch ins­ge­samt wirk­lich vie­le inter­es­san­te The­men zu den Grund­sät­zen der finan­zi­el­len Unab­hän­gig­keit trans­por­tiert. Ins­ge­samt beinhal­tet das Buch nach mei­nem Geschmack aller­dings in Sum­me zu vie­le, zu lan­ge und zu sehr aus­ge­schmück­te Geschich­ten. Ich bin dann wohl doch ein Fan von Sach­bü­chern. Die­ses Buch aller­dings ten­diert eher in Rich­tung unter­halt­sa­me Bel­le­tris­tik mit ins­ge­samt auch zu vie­len typisch ame­ri­ka­ni­schen Bei­spie­len. Vom Inhalt aber in jedem Fall eine Lese­emp­feh­lung.