Wörtliche Rede schreiben und halten

Eine wört­li­che Rede zu schrei­ben kann allei­ne schon ziem­lich her­aus­for­dernd sein. Umso mehr, wenn du dann die­se Rede auch noch erfolg­reich vor Publi­kum vor­tra­gen möch­test. Hier­bei gibt es hin­sicht­lich einer guten Vor­be­rei­tung eini­ge Punk­te zu beach­ten.

Die Wirk­lich­keit (das Fass­ba­re) gemischt mit per­sön­li­chen Erfah­run­gen machen eine wört­li­che Rede erst rich­tig span­nend. So wird sie lehr­reich und unter­halt­sam zugleich. Die Ent­wick­lung einer Rede soll­te nach Dale Car­ne­gie daher fol­gen­den Regeln fol­gen:

Begrenze möglichst dein Thema!

Ver­su­che nicht, zu viel in dei­ne Rede „hin­ein­zu­stop­fen“. Redu­zie­re also die Anzahl dei­ner Punk­te oder fokus­sie­re dich evtl. nur auf einen ein­zi­gen. In einer län­ge­ren Rede kannst du dann auf vier oder fünf Punk­te ein­ge­hen.

Entwickle Kraftreserven!

Stel­le dir sel­ber fra­gen, die dein eige­nes Ver­ständ­nis ver­tie­fen. Samm­le z.B. 100 Gedan­ken zum The­ma und ver­wer­fe dann 90, so dass du min­des­tens das 10fache an Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­tet hast. Prä­sen­tie­re dei­nen Zuhö­ren nur die Essenz all dei­ner Über­le­gun­gen. Damit bist du dann auch auf den Not­fall vor­be­rei­tet, wenn du auf eine Fra­ge ant­wor­ten musst. Fan­ge mit die­ser Arbeit recht­zei­tig an, damit du genug Zeit hast, dich auf das The­ma auch unbe­wusst ein­zu­stim­men.

Nutze Bilder und Beispiele!

Ver­wen­de meh­re­re Bei­spie­le, um jeden Haupt­punkt dei­ner Rede zu unter­mau­ern. Wer­de dabei in dei­ner Rede mensch­lich und dra­ma­ti­sie­re. Erzäh­le also aus dem ech­ten Leben, dies inter­es­siert die Leu­te am meis­ten.

Sprich von Details und Ein­zel­hei­ten! Idea­ler­wei­se kom­bi­nierst du das mit dei­ner Lebens­er­fah­rung. Nut­ze Namen von Per­so­nen, ggf. nutzt du fik­ti­ve. Gib kurz und bün­dig Ant­wor­ten auf die Fra­gen wann, wo, wer, was und war­um. Lang­wei­le gleich­zei­tig aber auch nicht mir zu vie­len Details.

wörtliche Rede braucht mehr als Stimme

Ver­su­che auch, direk­te Rede und/oder einen Dia­log in dei­ner Bot­schaft zu ver­wen­den und sie schau­spie­le­risch vor­zu­tra­gen. Nut­ze nicht nur dei­ne Stim­me, son­dern auch Ges­ten und Mimik und schaf­fe damit ein gleich­zei­ti­ges Erleb­nis für Augen und Ohren. Damit bleibt die Rede bei dem Publi­kum auch bes­ser in Erin­ne­rung. Ein Bild sagt bekannt­lich mehr als 1000 Wor­te.

Verwende bildhafte Rede!

Ver­wen­de Wor­te, die Bil­der schaf­fen anstatt abs­trak­ter Begrif­fe! Den­ke an Rede­wen­dun­gen und Sprich­wör­ter, die du kennst, wo die­se Tech­ni­ken eben­so ange­wen­det wer­den. Male geis­ti­ge und schar­fe Bil­der in den Köp­fen dei­ner Zuhö­rer indem du ihre Asso­zia­tio­nen nutzt. Dies gilt im Übri­gen nicht nur für Reden, son­dern auch für nor­ma­le Unter­hal­tun­gen und das Schrei­ben von Tex­ten.

Rhetorik macht die Rede lebendig

Eine Rede mit­tels rich­ti­ger Rhe­to­rik leben­dig zu machen ist kein Hexen­werk. Es liegt letzt­end­lich sogar an der Per­son und der Leb­haf­tig­keit des Red­ners wie span­nend sei­ne Rede ist. Der Inhalt selbst spielt hier gar kei­ne so gro­ße Rol­le. Damit dies auch so klappt, soll­test du dich an die fol­gen­de Rat­schlä­ge hal­ten.

Sprich über Themen, die dich bewegen!

Sei über­zeugt von dem was du sagst und ver­su­che, ehr­lich und glaub­haft zu klin­gen. Das The­ma kann so absurd sein wie es will. Bringst du es glaub­haft und ernst her­über, so wird man dir fast alles glau­ben. Glaubst du als Red­ner von gan­zem Her­zen an eine Sache, so ist dei­ne Über­zeu­gungs­kraft immens. Du kannst gar nicht anders als Erfolg haben, wenn du das rich­ti­ge The­ma für dich her­aus gesucht hast. Dies kön­nen tat­säch­lich auch ganz all­täg­li­che Sachen sein. Ler­ne auch so viel wie mög­lich über das The­ma, wel­ches du gewählt hast.

Die Rhetorik macht den Unterschied!

Ste­he mit Prä­senz auf der Büh­ne und nimm kei­ne Möbel­stü­cke zur Hil­fe. Hand­le schwung­voll! Erle­be Gefüh­le bei dei­nen gemach­ten Erfah­run­gen wäh­rend dei­ner Rede noch ein­mal.

Mache die Aus­prä­gung dei­ner Rede abhän­gig von dei­nen Zuhö­rern, wenn du eine Rede hast, die du immer wie­der hältst. Der Erfolg der Rhe­to­rik hängt auch davon an, inwie­weit du als Red­ner dei­nen Vor­trag zu einem Teil dei­ner Zuhö­rer und umge­kehr­te machen kannst.

Sprich die Interessen deiner Zuhörer an!

Ver­su­che, ört­li­che Ereig­nis­se und Gescheh­nis­se in dei­ne Rede mit ein­zu­flech­ten. Auf die­se Art geht die Rede dei­ne Zuhö­rer direkt an. Du sprichst damit eben auch von ihnen bzw. von ihren Sor­gen und Nöten. SO machst du dich zum Bin­de­glied zwi­schen dei­nen Zuhö­rern und dir und rufst unwei­ger­lich Auf­merk­sam­keit bei ihnen her­vor. Gleich­zei­tig stellst du damit Ver­bun­den­heit zwi­schen euch her.

Erzählt den Zuhörern etwas von dir selbst!

Nut­ze beson­ders dra­ma­ti­sche Ereig­nis­se und Augen­bli­cke aus der Ver­gan­gen­heit dei­ner Zuhö­rer. Damit gibst du ihnen das Gefühl, dass die Rede exakt und nur für die­sen Anlaß gehal­ten wird. Men­schen sind immer an mensch­li­chen Erleb­nis­sen inter­es­siert. Das sind sie ins­be­son­de­re dann, wenn es um ihre eige­nen sind. Es soll­te daher immer auch nur ein rei­cher Mann erzäh­len wie er zu Geld gekom­men ist.

Erzäh­le den Zuhö­ren etwas von dir selbst, von dem sie unmög­lich wis­sen kön­nen. Sei dabei aller­dings 100-pro­zen­tig glaub­wür­dig und den­ke dir nichts aus.

Identifiziere dich mit deinen Zuhörern!

Ver­su­che so schnell wie mög­lich eine unmit­tel­ba­re Ver­bun­den­heit zu den Zuhö­rern her­zu­stel­len, am bes­ten schon in den aller­ers­ten Wor­ten. Dies kannst du z.B. schon ganz ein­fach mit der Nen­nung eini­ger Namen von Per­so­nen aus dem Publi­kum errei­chen. Sei aber davon über­zeugt, dass du die Namen und die Ver­bin­dung zu ihnen kor­rekt kom­mu­ni­zierst. Per­so­na­li­sie­re dei­ne Rede mit Wör­tern wie „Sie“ oder „ihr“ und schla­ge damit eine Brü­cke. Ggf. kannst du auch „wir“ sagen, falls du Gefahr läufst, statt Ver­bun­den­heit eher einen Gra­ben zu schaf­fen.

Beziehe deine Zuhörer mit ein!

Sei ein Schau­spie­ler und mache dei­ne Zuhö­rer zu Part­nern! Betei­li­ge sie und mach sie zu Mit­spie­lern! Hole Zuhö­rer aus dem Publi­kum und las­se Sie dir hel­fen, Din­ge zu ver­an­schau­li­chen. Stel­le Fra­gen und for­de­re Ant­wor­ten! Las­se die Zuhö­rer über irgend­et­was abstim­men oder bit­te sie, bei der Lösung eines Pro­blems zu hel­fen. Stel­le dich aber geis­tig oder gesell­schaft­lich nicht über dei­ne Zuhö­rer! Sei kein Ange­ber und prah­le nicht!

Rhe­to­rik ist nach Wiki­pe­dia übri­gens die (Leh­re von der) Kunst der Rede.

Kurze Rede, die zum Handeln auffordert

Wofür eigent­lich eine kur­ze Rede? Jede Rede kann eines von vier Haupt­zie­len haben: Beein­flus­sen oder Hand­lung bewir­ken, infor­mie­ren, beein­dru­cken und über­zeu­gen sowie unter­hal­ten. Der Zweck dei­ner Rede soll­te in jedem Fall dem Zuhö­rer­kreis und der Gele­gen­heit ange­passt sein. Wäh­le erst nach Ana­ly­se der Zuhö­rer und in Abhän­gig­keit des Anlas­ses einen der vier genann­ten Zwe­cke.

Die Kurze Rede mit Handlungsaufforderung

Eine Rede zur Hand­lungs­auf­for­de­rung dau­ert ca. zwei Minu­ten. Das liegt dar­an, dass die meis­te Men­schen heu­te kei­ne Zeit haben. Die­se sind meist schwer beschäf­tigt oder sie  tun zumin­dest so. Schwei­fe also nicht lan­ge her­um und rede nicht um den hei­ßen Brei her­um. Ent­schul­di­gun­gen und Recht­fer­ti­gun­gen will hier kei­ner hören. Die kur­ze Rede besteht auch nicht aus der klas­si­schen Drei­tei­lung. Ein­lei­tung, Haupt­teil und Schluss soll­ten sich statt des­sen fol­gen­der­ma­ßen dar­stel­len:

Beginne mit einem lebendigen, anschaulichen Beispiel
(Hauptidee, Geschichte)

Mit die­ser Struk­tur baust du die Art von Span­nung auf, wel­che für eine Hand­lungs­auf­for­de­rung nötig ist. Erzäh­le z.B. eine anrüh­ren­de Geschich­te, wenn du um Spen­den wer­ben willst. Nimm als Bei­spiel ger­ne auch ein (ein­ma­li­ges) Ereig­nis aus dei­nem Leben. Tra­ge es klar, inten­siv und dra­ma­tisch vor. Damit wird es für dei­ne Zuhö­rer inter­es­sant und über­trag­bar. Nen­ne Ein­zel­hei­ten! Lass die Zuhö­rer das­sel­be noch ein­mal durch­le­ben, was du erlebt hast. Hier­durch erzeugst du gleich am Anfang die für die wich­ti­ge Auf­merk­sam­keit. Kin­der z.B. haben die­se Talent ganz ohne Übung, schaue dir hier ger­ne etwas von ihnen ab.

Kommuniziere deine Absicht, sage genau, was du willst (Absicht, Erwartung)

Im zwei­ten Teil for­mu­lierst du dei­ne Auf­for­de­rung kurz und ein­deu­tig. Mache genaue Anga­ben, die von jedem ver­stan­den wer­den kön­nen. Die­ser Teil der Rede soll­te Tele­gramm-Cha­rak­ter haben. Hier plat­zierst du dei­ne kon­kre­te Hand­lungs­auf­for­de­rung. Mache es dei­nen Zuhö­rern dabei aber leicht, die Auf­for­de­rung zu befol­gen.

Sage den Zuhörern, was sie davon haben, wenn sie sich daran halten (Nutzen)

Zuletzt nennst du den Zuhö­rern kurz und knapp ihren Nut­zen, den sie aus der Hand­lungs­auf­for­de­rung erwar­ten kön­nen. Die Begrün­dung muss hier dem Anfangs­bei­spiel ent­spre­chen und hat eine Län­ge von nur ein oder zwei Sät­zen. Stel­le auch nur einen ein­zi­gen Nut­zen her­aus, anstatt eine ganz Fül­le von ihnen zu nen­nen.

Wie eine informierende Rede halten

Die Infor­mie­ren­de Rede soll dei­ne Zuhö­rer über einen bestimm­ten Sach­ver­halt infor­mie­ren. Hier­für musst du ins­be­son­de­re ler­nen, dich ver­ständ­lich zu machen! Mache in dei­ner Rede dei­ne Absicht klar, wenn du dei­ne Zuhö­rer infor­mie­ren willst.

Begrenze dein Thema nach der verfügbaren Zeit!

Ein Tou­ris­ten­füh­rer kann ganz Paris auch nicht an einem Tag zei­gen. Sprin­ge daher nicht ein­fach immer nur von einem Punkt zum ande­ren. Idea­ler­wei­se behan­delst du in dei­ner Rede nur ein ein­zi­ges The­ma. Dies ist ins­be­son­de­re auch dann wich­tig, wenn die Rede­zeit knapp ist. Blei­be daher bei dei­nem Haupt­the­ma. So kön­nen dir die Men­schen am bes­ten fol­gen.

Informierende Rede: Ordne deine Gedanken!

Ord­ne dei­ne Gedan­ken zeit­lich, räum­lich oder nach bestimm­ten The­men! Gren­ze auch ein­zel­ne Punk­te deut­lich von­ein­an­der ab und benen­ne sie. Damit schaffst du nicht nur eine Über­sicht für dich, son­dern auch für dei­ne Zuhö­rer.

Vergleiche Unbekanntes mit Bekanntem!

Nimm für dei­ne Erklä­run­gen Bei­spie­le aus der all­täg­li­chen Umwelt, die jeder ver­steht. Ver­wand­le Tat­sa­chen in Bil­der, damit auch das Durch­schnitts­pu­bli­kum kom­ple­xe Zusam­men­hän­ge begreift. Nut­ze z.B. Ver­glei­che, wenn es um Grö­ßen- oder Län­gen­an­ga­ben geht. Gera­de bei nicht all­täg­li­chen Maßen kann sich jeder etwas sinn­vol­les vor­stel­len. Infor­ma­tio­nen, wel­che nur gehört wer­den, sind leicht und schnell wie­der ver­ges­sen. Kann der Zuhö­rer die­se aller­dings mit einem Bild ver­knüp­fen, so blei­ben die­se wesent­lich län­ger in Erin­ne­rung.

Vermeide am besten Fachausdrücke

Ver­su­che auch, Fach­aus­drü­cke zu ver­mei­den. Tue dies ins­be­son­de­re dann, wenn du als Exper­te dei­nes Faches zu Außen­ste­hen­den sprichst. Hier­für kannst du dir z.B. die am wenigs­ten intel­li­gen­te Per­son aus dem Publi­kum her­aus­su­chen. Ver­su­che dann, ihr Inter­es­se stell­ver­tre­tend für alle ande­ren zu gewin­nen. Ggf. kannst du auch ver­su­chen, das gan­ze “einem Kind zu erklä­ren”. Sind Fach­aus­drü­cke nicht zu ver­hin­dern, so erklä­re die­se zu Beginn. Mache das ins­be­son­de­re dann, wenn du sie in dei­ner Rede mehr­fach ver­wen­den wirst.

Benutze visuelle Hilfsmittel!

Seh­ein­drü­cke wer­den 25 Mal so auf­merk­sam auf­ge­nom­men wie Hör­ein­drü­cke. Ver­su­che also immer, dei­ne Ide­en in Bil­dern zu beschrei­ben. Beim Prä­sen­tie­ren soll­test du sich spe­zi­ell noch ein­mal mit ent­spre­chen­den Tech­ni­ken hier­zu ver­traut machen.

Spontane Rede halten ohne Vorbereitung

Manch­mal kann es vor­kom­men, dass du in einer bestimm­ten Situa­ti­on tat­säch­lich eine spon­ta­ne Rede hal­ten musst. Hier soll­test du die­se dann im Vor­feld trai­niert haben, sonst kann es ziem­lich pein­lich für dich wer­den, sogar unan­ge­nehm.

Übe die spontane Rede im Vorfeld!

Soll­test du dich ein­mal bei einer geplan­ten Rede ver­has­peln oder dei­nen roten Faden ver­lie­ren, so kannst du dar­über hin­aus immer noch auf die Spon­ta­ne Rede zurück­grei­fen. Frei und unvor­be­rei­tet zu spre­chen kann dich also in vie­len Situa­tio­nen ret­ten.

Bereite dich gedanklich vor!

Du kannst dich im Vor­feld auf eine sol­che Situa­ti­on vor­be­rei­ten bzw. ein­stel­len, indem du die Mög­lich­keit, zur Rede auf­ge­for­dert zu wer­den, schon ein­mal im Vor­feld in Betracht ziehst. Ganz kon­kret kannst du dich in einer ent­spre­chen­den Situa­ti­on z.B. immer wie­der selbst fra­gen, was du zum The­ma sagen wür­dest, wenn du jetzt gefragt wer­den wür­dest.

Hal­te dich in jedem Augen­blick bereit, das Wort zu ergrei­fen. Ana­ly­sie­re stän­dig die Situa­ti­on! Es ist zwar sehr anstren­gend, es soll­te sich im Zwei­fel aber loh­nen. Ist es dann soweit, dann ent­schul­di­ge dich nicht, denn es ist offen­sicht­lich, dass du spon­tan auf­ge­for­dert wor­den bist.

Beginne am besten mit einem Beispiel!

Damit befreist du dich vom Zwang, über den nächs­ten bzw. ers­ten Satz nach­zu­den­ken. Außer­dem ver­lierst du dei­ne Ner­vo­si­tät und gewinnst sofort die Auf­merk­sam­keit dei­ner Zuhö­rern. So bekommst du Sicher­heit, wenn du sie am nötigs­ten brauchst, am Anfang.

Sprich mit Leib und Seele!

Die Ver­bin­dung zwi­schen kör­per­li­cher und geis­ti­ger Tätig­keit ist stär­ker als du den­ken magst. Wenn du kör­per­lich aktiv und inten­siv sprichst, so wird sich dein Geist auto­ma­tisch in den­sel­ben Zustand ver­set­zen. Nut­ze die­se Tat­sa­che für dich aus und agie­re leben­dig und kraft­voll.

Rede nicht spontan, halte eine Spontanrede!

Rede nicht ein­fach drauf los, son­dern ord­ne dei­ne Gedan­ken logisch um ein Haupt­ge­dan­ken und sprich mit Begeis­te­rung! Sprich in einer unge­plan­ten Rede­si­tua­ti­on über die Zuhö­rer, den vor­lie­gen­den Anlass, die Details der Anspra­che des Vor­red­ners oder den Vor­red­ner selbst. Wie immer macht auch hier erst viel Übung den Meis­ter.

Kommunikation — Die Kunst der Rede

Das Vor­tra­gen einer Rede bedarf eini­ger Kunst in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Es gibt nur vier Mög­lich­kei­ten, mit unse­rer Umwelt in Kon­takt zu tre­ten: was wir tun, wie wir aus­se­hen, was wir sagen und wie wir es sagen.

Lockerheit im Kopf und Körper!

Sei nicht steif und unbe­wegt, nicht nur im Hin­blick auf dei­nen Kör­per, son­dern ins­be­son­de­re im Geist. Ver­su­che natür­lich und unbe­fan­gen wie ein klei­nes Kind zu sein. Hier­für kannst du vor­ab auch ein paar Locke­rungs­übun­gen machen. Es wird sich auch posi­tiv auf dei­nen Kopf aus­wir­ken.

Sei einfach du selbst!

Es ist wich­ti­ger wie du sprichst und nicht so sehr was du sprichst. Erin­ne­re dich dar­an, dass du und dei­ne Rede ein­ma­lig und indi­vi­du­ell sind. Nut­ze den kost­bars­ten Besitz, den du als Red­ner hast, dei­ne Per­sön­lich­keit. Es bringt hier nichts, sich zu ver­stel­len. Das Publi­kum wür­de es mer­ken und du fühlst dich dabei auch nicht wohl.

Kommunikation: Unterhalte dich!

Hal­te kein Selbst­ge­spräch, son­der kom­mu­ni­zie­re mit dem Publi­kum! Mache dir bewusst, dass du nicht allei­ne im Raum stehst, son­dern dass die­ser poten­ti­el­le Dia­log­part­ner beinhal­tet. Als Hil­fe­stel­lung kannst du dich z.B. direkt mit einer Per­son aus dem Publi­kum unter­hal­ten. Stel­le dir dabei vor, dass du mir ihr allei­ne bist. Den­ke dir eine Fra­ge von ihr, die nur du beant­wor­ten kannst. Damit machst du dei­ne Rede einer Unter­hal­tung ähn­li­cher und damit natür­li­cher und unmit­tel­ba­rer.

Sprich aus vollem Herzen!

Legst du dein Herz in dei­ne Rede, so bekommt dei­ne Bot­schaft erst eine Wir­kung. Tust du das nicht, so wird der Rede die nöti­ge Natür­lich­keit feh­len. Hier­zu gehö­ren in einem gewis­sen Maße auch Emo­tio­nen. Du musst nicht gleich wei­nen, aber dei­ne Stim­mung soll­te schon zum Text pas­sen.

Rede kraftvoll und anpassungsfähig!

Sprich mal schnell, mal lang­sam und vari­ie­re dei­ne Stimm­la­ge und dei­nen Stimm­um­fang. Ver­su­che stän­dig, nicht mono­ton zu spre­chen! Pro­bie­re, dich hier immer wie­der zu ver­bes­sern. Dies kannst du ganz gut mit einem Dik­tier­ge­rät oder durch Auf­nah­me mit dei­nen Han­dy üben.

Moderationstechniken – Redner ankündigen

Mode­ra­ti­ons­tech­ni­ken sind bei der Ein­füh­rung von Red­nern im Zusam­men­hang mit Ver­lei­hun­gen rele­vant. Hier­bei geht es auch oft um die Ver­ga­be und die Annah­men von Prei­sen.

Ver­las­se dich nicht auf spon­ta­ne Ein­fäl­le bei einer ein­füh­ren­den Rede, wenn du z.B. als Ver­an­stal­ter jeman­den ankün­di­gen sollst. Betrach­te die­se Auf­ga­be nicht als unbe­deu­tend son­dern als Chan­ce, dich selbst zu pro­fi­lie­ren.

Bereite genau vor, was du sagen willst!

Nen­ne hier drei Tat­sa­chen: das The­ma der fol­gen­den Rede, die Qua­li­fi­ka­ti­on des Red­ners hier­für und sein Name. Ggf. zusätz­lich noch war­um das The­ma für die Zuhö­rer von beson­de­rem Inter­es­se ist. Infor­mie­re dich genau über den anzu­kün­di­gen­den Namen und wie du ihn aus­sprichst.

Verwende die TIR-Formel (Moderationstechniken)!

Die For­mel nach Dale Car­ne­gie gibt dir ein bestimm­te Rei­hen­fol­ge vor (s.o.): Thema, Inter­es­se, Redner. Sprich ins­ge­samt auch nicht zu lan­ge, so dass das Publi­kum nicht unge­dul­dig wird. Über­las­se dann zügig dem eigent­li­chen Red­ner die Büh­ne.

Sei selbst begeistert!

Sage nicht nur, dass du begeis­tert bist, son­dern sei es auch und strah­le ech­te Freu­de aus. Über­le­ge dir am bes­ten vor­her, was dich an dem fol­gen­den Red­ner beson­ders beein­druckt und hal­te dir dies beim Spre­chen vor Augen.

Sei wirklich aufrichtig!

Sage nur Sachen, die du genau­so meinst und mache kei­ne unan­ge­brach­ten Wit­ze. Dabei kannst du natür­lich auch ein biss­chen Kri­tik anbrin­gen. Dies soll­test du aller­dings immer nur  mit einem gewis­sen Augen­zwin­kern machen.

Ehre den Preisempfänger!

Aner­ken­nung ist das höchst Ziel jedes Men­schen und hebt unge­mein sei­ne Stim­mung. Über­trei­be aber nicht mit dei­ner Ehrung. Zie­he den Lob also nicht ins Lächer­li­che und mache kei­ne Show dar­aus! Eini­gen Preis­emp­fän­gern könn­te die Ehrung ja auch unan­ge­nehm sein.

Wenn dir selbst ein Preis verliehen wird…

Ler­ne hier auf kei­nen Fall etwas aus­wen­dig, berei­te dich dar­auf aber vor. Sage nichts Bana­les, son­der sprich aus dei­nem Her­zen. Du musst hier nicht lan­ge Spre­chen oder einen pro­fes­sio­nel­len Vor­trag hal­ten. Sage ein­fach dei­nen ehr­li­chen Dank direkt an die­je­ni­gen, wel­che ihn ver­dient haben.

Jemanden überzeugen mit einer Rede

Jeman­den über­zeu­gen mit einer Rede kannst du ganz ein­fach wenn du fol­gen­des beach­test: Ver­su­che, die Zuhö­rer für dich zu gewin­nen. Bei­spiels­wei­se mit einem dich prä­gen­den per­sön­li­chen Ereig­nis. Damit kannst du gleich am Anfang dei­ner Rede beein­dru­cken. Auf die­se Wei­se ent­fal­ten die nach­fol­gen­den Wor­te eine gro­ße Kraft und Wir­kung. Damit sind die Wei­chen für eine über­zeu­gen­de Rede gestellt.

Verdiene dir Vertrauen im Publikum!

Wenn du mit dei­ner Rede über­zeu­gen willst, musst du erst ein­mal selbst von der Sache über­zeugt sein. Erwe­cke beim Publi­kum den Ein­druck, dass du voll ganz hin­ter dem Gespro­che­nem stehst. Zei­ge posi­ti­ve Emo­tio­nen und ver­such­te, das Publi­kum mit­zu­rei­ßen.

Bewirke eine positive Reaktion!

Brin­ge dei­ne Zuhö­rer zum „Ja“ sagen und ver­su­che sie in die­ser Stim­mung zu hal­ten. Hier machst du dir die psy­cho­lo­gi­schen Ver­hal­tens­mus­ter des Men­schen zu Nut­ze. Du stimmst damit sein gesam­tes Ner­ven- und Mus­kel­sys­tem posi­tiv. Ver­su­che zunächst ein­mal, auf einem gemein­sa­men Gebiet eine Über­ein­stim­mung mit dei­nem Publi­kum zu erla­gen. Strei­te nicht mit den Zuhö­rern, ver­su­che nicht, ihnen gleich am Anfang etwas zu bewei­sen.

Sprich mit ansteckender Begeisterung!

Ver­su­che Gefüh­le zu erre­gen, anstatt Gedan­ken her­vor­zu­ru­fen. Sprich aus vol­ler Über­zeu­gung! Sei selbst beein­druckt und dein Publi­kum wird es auch sein. Begeis­te­re dich selbst und dei­ne Zuhö­rer. Wenn es dir hilft, sprich dich ruhig ein wenig in Rage. Ver­su­che dabei aber nicht ins Nega­ti­ve zu rut­schen.

Erwecke Achtung und Zuneigung!

Dei­ne Zuhö­rer sind die Rich­ter dei­ner Rede, habe also gro­ße Ach­tung vor ihnen. Ver­su­che, sie zu gewin­nen anstatt sie zurück­zu­sto­ßen. Ach­te dabei auf die Reak­tio­nen im Publi­kum. Triffst du auf inter­es­sier­te Blick und Kopf­ni­cken oder Des­in­ter­es­se und Ableh­nung?

Sei freundlich, wenn du jemanden überzeugen willst!

Respek­tie­re die Ansich­ten dei­ner Zuhö­rer bzw. dei­nes Dia­log­part­ners. Mache sei­nen Stolz zu dei­nem Ver­bün­de­ten statt zu dei­nem Geg­ner. Ver­su­che nicht, den ande­ren gewalt­tä­tig zu über­zeu­gen son­dern statt des­sen mit Fein­ge­fühl. Unter­maue­re eine Fest­stel­lung durch ein Bei­spiel. Die­ses kann aus dem Umfeld dei­ner Zuhö­rer bzw. dei­nes Gesprächs­part­ners sein. Erzeu­ge damit ech­te Aner­ken­nung. Ver­su­che, dei­ne Ide­en in die Gedan­ken­gän­ge dei­nes Publi­kums zu pro­ji­zie­ren. Sie­he hier auch Car­ne­gies Buch „Wie man Freun­de gewinnt“.

Richtiges Sprechen lernen als Redner

Wir­kungs­vol­les Spre­chen ler­nen kann dich in dei­nem Leben wesent­lich vor­an­brin­gen. Du musst dich nur an die Regeln hal­ten und regel­mä­ßig üben. Es wird sich mit der Zeit sogar auf dein täg­li­ches Spre­chen aus­wei­ten und dir damit einen all­täg­li­chen Mehr­wert brin­gen. Fan­ge sofort damit an, du muss hier­zu nicht gleich eine öffent­li­che Rede hal­ten. Mit der Zeit wirst du durch die Übung auto­ma­tisch immer bes­ser.

Verwende Techniken in der täglichen Unterhaltung!

Du wirst mit den genann­ten Tech­ni­ken bald mer­ken wie sich dein Hori­zont erwei­tert. Damit gewinnst du mehr Selbst­ver­trau­en und Mut, an öffent­li­chen Dis­kus­sio­nen teil­zu­neh­men. Dies gilt für den pri­va­ten Bereich genau­so wie auch im beruf­li­chen und geschäft­li­chen Umfeld. Ver­su­che bei jeder Gele­gen­heit die erlern­ten Tech­ni­ken zu nuz­ten.

Sprechen lernen in der Öffentlichkeit

Tre­te z.B. einer Ver­ei­ni­gung oder einem Club bei, in wel­chem auch dis­ku­tiert wird. Hier wirst du schnell die ent­spre­chen­den Mög­lich­kei­ten zum Reden fin­den. Genau­so kannst du auch ganz ein­fach auf einer Par­ty oder ein­fach nur im Freun­des­kreis Reden hal­ten. Es muss nicht immer die “frem­de” Öffent­lich­keit sein, vor der du sprichst.

Gib nicht so schnell auf!

Die Lern­kur­ve wir nicht immer steil nach oben ver­lau­fen. Ver­su­che, Sta­gna­ti­on zu über­win­den und du wirst dafür belohnt wer­den. Bist du ent­schlos­sen, Erfolg zu haben, so hast du dein Ziel schon zu mehr als der Hälf­te erreicht. Es ist noch kein Meis­ter vom Him­mel gefal­len. Du darfst ein­fach nicht zu schnell auf­ge­ben, denn mit Geduld kommt auch der Erfolg.

Durchhalten lohnt sich

Nut­ze jede Stun­de dei­nes Arbeits­ta­ges aus und du wirst Erfolg haben, alles zu erler­nen. Dafür brauchst du kein beson­de­res Talent. Du brauchst nur Geduld und die Sicher­heit, dass du es schaf­fen wirst. Pycho­lo­gisch gese­hen soll­test du immer fest an dei­nen Erfolg glau­ben und dein Ziel immer vor Augen haben.

Gehe mit Begeis­te­rung an die Sache her­an und du wirst fest­stel­len, dass die Hin­der­nis­se bald kei­ne Bedeu­tung mehr haben. Du wirst dich nicht nur per­sön­lich, son­dern vor allem auch in dei­nen Füh­rungs­ein­gen­schaf­ten ent­wi­ckeln.

Eine Rede halten ohne zu langweilen

Eine lan­ge Rede hal­ten kannst du ganz ein­fach mit einer aus­gie­bi­gen Vor­be­rei­tung. Der Erfolg kann hier also geplant wer­den. Erstel­le dir eine Struk­tur und arbei­te alle dei­ne Gedan­ken im Vor­feld durch. Ver­wen­de hier die klas­si­sche Vor­ga­be: Ein­lei­tung, Haupt­teil, Schluss.

Errege gleich zu Beginn Aufmerksamkeit!

Ein fes­seln­der Anfang ist für jede über­zeu­gen­de Rede immens wich­tig. Damit ist dein Publi­kum gleich bei dir. Sprich z.B. von einem Erleb­nis oder von dei­nen Erfah­run­gen. Die Zuhö­rer wer­den dir gefes­selt und mit Neu­gier fol­gen. Beun­ru­hi­ge oder scho­ckie­re ger­ne auch dei­ne Zuhö­rer, über­trei­be aber nicht. Sprin­ge am bes­ten gleich mit­ten in dei­ne Geschich­te, schon mit dem ers­ten Satz. Inter­agie­re mit dei­nem Publi­kum z.B. mit einer klei­nen Hand­zei­chen-Umfra­ge und visua­li­sie­re was du sagst.

Vermeide unerwünschte Aufmerksamkeit!

Begin­ne nicht mit einer Ent­schul­di­gung auf­grund man­geln­der Vor­be­rei­tung. Sage auch nicht, dass du nicht der Rich­ti­ge für die­se Rede seist. Fess­le dein Publi­kum mit dei­nem ers­ten Satz. Fan­ge aber nicht gleich mit einer wit­zi­gen Geschich­te an. Humor ist zwar nicht ver­bo­ten soll­te aber nur dosiert und an der rich­ti­gen Stel­le ange­wen­det wer­den. Am bes­ten du erzählst ein­fach etwas wit­zi­ges über dich selbst, wenn du die Rede unbe­dingt auf die­se Art ein­lei­ten willst.

Begründe deine Hauptgedanken!

Lege ins­ge­samt nur weni­ge aus­ge­wähl­te Gedan­ken (ca. drei bis vier) dar und begrün­de die­se. Hier gilt also: weni­ger ist mehr. Ger­ne kannst du zur Unter­maue­rung auch Sta­tis­ti­ken ver­wen­den. Aller­dings besteht hier die Gefahr, das Publi­kum zu ermü­den. Rei­ne Zah­len und Daten allei­ne sind nicht beson­ders ein­drucks­voll. Erst wenn sie illus­triert und auf unse­re Erfah­run­gen über­tra­gen wer­den, sind sie auch für die Zuhö­rer inter­es­sant und ein­präg­sam.

Möch­test du Exper­ten­aus­sa­gen ver­wen­den, so soll­test du ihre Eig­nung vor­her genau über­prü­fen. Ver­wen­de Ana­lo­gi­en, um einen wich­ti­gen Gedan­ken zu unter­mau­ern! Natür­lich kannst du auch Sachen vor­füh­ren, wenn es dei­ner Rede dien­lich ist.

Rufe zum Handeln auf!

Eine Rede ist nur gut, wenn sie einen guten Abschluss fin­det. Willst du dei­ne Zuhö­rer beein­dru­cken, so muss alles auf den Schluss gerich­tet sein. Das Ende ist der wich­tigs­te Punkt, da das hier gesag­te am längs­ten in Erin­ne­rung bleibt. Sich am Ende ein­fach nur zu bedan­ken, ist kein rich­ti­ger Abschluss. Pla­ne also ins­be­son­de­re auch den Schluss im Vor­feld. Du kannst hier z.B. dei­ne behan­del­ten Punk­te ein­fach zusam­men­fas­sen.

Lange Rede halten: Alternatives Ende

Alter­na­tiv kannst du dich auch an fol­gen­de ein­fa­che Regel hal­ten: Sage dei­nem Publi­kum zuerst, was du ihm sagen willst. Dann sage es ihm. Schließ­lich sage, was du ihm gesagt hast. For­de­re zu Schluss Taten, Aktio­nen, for­de­re auf. Sage dei­nem Publi­kum, was du von ihnen willst! Sei dabei ver­bind­lich und kon­kret. For­de­re etwas, was die Zuhö­rer erfül­len kön­nen. Mache es ihnen dabei auch so leicht und ange­nehm wie mög­lich.